JSC Management- und Technologieberatung AG
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Systematisches Vorgehen

Wie kann Server Konsolidierung bzw. Virtualisierung erfolgreich vorgenommen werden?

Alles beginnt mit der sorgfältigen Erfassung und
Klassifizierung bestehender Server.
Für jeden Server sind technische Stammdaten
(z.B. Standort, Kategorie, Hardware Plattform, Systemsoftware, Leistungsmerkmale, betreuende Einheit), kommerzielle Kenngrößen (z.B.
Wiederbeschaffungswert, Abschreibungsdauer,
Restwert, Betreuungsaufwand und -kosten), Bezüge
zu seinen Anwendungen bzw. Diensten (z.B. Applikation, Nutzeranzahl, relevanter SLA), aber auch „weiche“ Informationen zu erfassen (z.B. Relevanz einer Anwendung / eines Dienstes).

Für ein Rechenzentrum ist dies ein vergleichsweise einfaches Unterfangen. Für ein weltweit agierendes Unternehmen mit ggf. tausenden dezentralen Servern in einer Vielzahl von Standorten bedeutet dies aber oftmals einen erheblichen Aufwand, da nur in den seltensten Fällen ein zentrales Inventarverzeichnis besteht und
viele relevante Daten auch nicht einheitlich verstanden, geschweige denn durchgängig gepflegt werden.
 
Gleichwohl sollte man sich diesen Mühen unbedingt unterziehen – eine solide Faktenbasis ist und bleibt
ein notwendiges Fundament für die Identifikation
und tatsächliche Erschließung von angestrebten Einsparungspotentialen. Liegen die Informationen vor, kann folgende, vereinfachte Einteilung für Intel Server  getroffen werden:

Server kann entfallen
 
Server kann nicht virtualisiert werden
 
Server kann virtualisiert werden
 
Server sollte virtualisiert werden

Ergänzend bietet es sich an, alle „historischen“ Intel Server – z.B. noch laufende Windows NT4 Anwendungen – in eine virtualisierte Umgebung zu überführen.
 
 

Systematisches Vorgehen

Die skizzierten Kategorien sind idealtypisch. In einem Projekt spielen oft weitere Faktoren  (z.B. Akzeptanz, Timing, Datenschutz) eine wichtige Rolle, die dazu
führen, dass das konkrete Virtualisierungspotential schrittweise – in mehreren Feedback Schleifen – entwickelt werden muss. Zudem ist zu beachten, dass
ein „Mischbetrieb“ in Form eines physischen und eines virtuellen Servers für eine Anwendung durchaus möglich ist. Es besteht die Option, Ressourcen belastende Bestandteile eines Systems auf einem dedizierten physischen Server zu betreiben, weniger fordernde Bestandteile aber zu virtualisieren.

Nach Kategorisierung der Serverinfrastruktur ist das Einsparungspotential ermittelbar, welches sich nicht selten in einer Größenordnung von 25% bis 60% der
TCO bewegt – im eingeschwungenen Zustand.

In einem Implementierungsplan wird anschließend
das detaillierte Vorgehen festgelegt. Abhängig vom betroffenen Anwendungsportfolio und den relevanten Diensten sind Migrationschemata für die in Frage kommenden Server zu entwickeln. Dabei können
oftmals standardisierte Ansätze genutzt werden.
 
Aufgrund Technologie immanenter Stärken der Virtualisierung kann eine Migration sehr schnell erfolgen. Während bei einem „normalen“ Server Austausch Systemannahme, Installation des ggf. individualisierten Basissystems, der dazugehörigen Dienste oder Anwendungen inkl. Tests und abschließender Freigabe ggf. mehrere Tage oder Stunden in Anspruch nimmt, kann diese Sequenz in einer virtualisierten Server Umgebung deutlich beschleunigt werden. Systembereitstellungszeiten liegen Dank ausgefeilten Template Technologie – wie bereits erwähnt – im Minuten Bereich. Ein einmal erstelltes und getestetes Template kann dabei beliebig oft wieder verwendet werden.

Fazit
Ob eine Server Konsolidierung durch Virtualisierung kommt ist nicht mehr die Frage. Die ökonomischen Vorteile des Ansatzes sind so substantiell, dass die Frage nur lauten kann, wann die Technologie eingesetzt wird und ggf. in welchem Ausmaß. Insbesondere externe IT Provider bzw. Outsourcer werden die Vorteile zu nutzen wissen und interne Dienstleister durch aggressive Preise unter Druck setzen.
 
 
 
 
 
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